BDK in Hannover: Der Aufbruch ist gelungen – jetzt ist die Parteibasis gefragt!

BDK in Hannover: Der Aufbruch ist gelungen – jetzt ist die Parteibasis gefragt!

Am vergangenen Wochenende fand eine außerordentliche BDK in Hannover statt. Die dritte innerhalb von acht Monaten! Eine logistische Herausforderung, die die Bundesgeschäftsstelle bravourös meisterte.

Es stand ein strammes Programm auf der Tagesordnung. Neben der Entscheidung über verschiedene Satzungsänderungen waren u.a. ein neuer Bundesvorstand und ein neuer Parteirat zu wählen.
Am meisten Beachtung fand der Antrag zu einer Satzungsänderung zu den bisherigen Bestimmungen des Bundesverbandes zur Trennung von Amt und Mandat. Nach leidenschaftlicher Diskussion wurde mit großer Mehrheit eine Änderung beschlossen, wonach Mitglieder des Bundesvorstands für eine Übergangsfrist von bis zu acht Monaten gleichzeitig ein Ministeramt oder den Fraktionsvorsitz in einem Landtag, Bundestag etc. inne haben dürfen. Diese Änderung machte den Weg für eine Kandidatur Robert Habecks frei, der bei einer kürzeren Frist eine ordnungsgemäße Übergabe seines Ministeramtes in  Schleswig-Holstein nicht gewährleistet sah.
Die leidenschaftliche Diskussion zeigte typische grüne Tugenden der Freude am Diskurs und dem Respekt vor anderen Meinungen.

Die BAGen Lesbenpolitik und Schwulenpolitik gründeten einen neuen Dachverband QUEERGRÜN.

In der nächsten Zeit warten zahlreiche Herausforderungen auf uns. Der auf der BDK gefasste Beschluss „Die Zukunft GRÜN gestalten“ gibt die Richtung vor.
2018 stehen Landtagswahlen in Bayern und Hessen an. In Bayern soll endlich die absolute Mehrheit der CSU gebrochen werden, in Hessen möchten wir unsere erfolgreiche Regierungsarbeit fortsetzen.

Beklemmend ist die Situation in Ostdeutschland, wo sich Grüne Beschimpfungen und Bedrohungen ausgesetzt sehen. Dem leidenschaftlichen Appell einer Vertreterin des KV Leipzig, Sachsen nicht aufzugeben, können wir uns nur anschließen.

Mit unserem neuen Bundesvorstand Annalena und Robert sind wir gut aufgestellt für die Herausforderungen der Zukunft. Im neugewählten Parteirat haben wir mit Omid nun auch einen Vertreter aus Hessen (Herzlichen Glückwunsch Omid!).

Anlass zum Innehalten gab die anrührende Rede von Jürgen für das kürzlich verstorbene grüne Urgestein Helmut Lippelt.

 

Am Samstag, dem Holocaustgedenktag, beeindruckte uns die Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende Hanni Levy, deren Schicksal Vorbild für den Film „Die Unsichtbaren“ war. Leider ist dieses grausame Kapitel der deutschen Geschichte mehr denn je Auftrag für uns alle, Verantwortung für die Zukunft zu übern. Daran kann auch im Rahmen unserer politischen Arbeit nicht oft genug erinnert werden!

Insgesamt war das ein toller und inspirierender Parteitag. Wir Delegierten aus dem Main-Taunus-Kreis kehren voller Motivation zurück:

(Von links nach rechts: Ruth Schöffel, Simon Dylla, Marion Denny)

 

Marion Denny

(OV Eschborn)

 

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