GRÜNE Eschborn zur aktuellen Verkehrssituation

GRÜNE Eschborn zur aktuellen Verkehrssituation

Dass Planungsfehler und das Sparen am falschen Ende einen teuer zu
stehen kommen können, ist allgemein bekannt. Dass die Zeche häufig ein
andere zahlen muss auch. In Eschborn kann man beides derzeit morgens und
abends im Berufsverkehr sehen. Immer öfter und immer länger kommt hier
nun der Verkehr zum Erliegen, alle schicken Infobroschüren und rollenden
Baggern zum Trotz.

Ein kluger und gut beratener Bürgermeister würde sich spätestens nach
den ersten in sozialen Netzwerken, E-Mails oder persönlich vorgebrachten
Beschwerden mit seinen für die Baustellen und den Verkehr zuständigen
Dezernenten an einen Tisch setzen und eine Lösung herbeiführen. In
Eschborn passiert das leider nicht, hier gibt es allenfalls
Schuldzuweisungen und die Hoffnung auf die nahen Sommerferien. Die
massiven Beschwerden der Gewerbetreibenden insbesondere aus dem
Gewerbegebiet Süd sind gut nachvollziehbar und berechtigt. Es ist in der
Tat unzumutbar, wenn Arbeitnehmer manchmal fast drei Stunden brauchen,
um aus Eschborn herauszukommen.

Ob es geschickt ist, zwei Kreisel gleichzeitig zu bauen oder ob es
besser gewesen wäre nacheinander zu bauen, darüber kann man geteilter
Meinung sein. Für beide Varianten gibt es nachvollziehbare Argumente,
aber die Entscheidung die Hamburger Straße für drei Monate zu sperren
und die Aus- und Einfahrt in das Gewerbegebiet Süd nur über den Knoten
Frankfurter Straße / Elly Beinhorn Straße abzuwickeln ist offensichtlich
keine gute Idee gewesen.
Dabei gab es Alternativen. Eine davon sah z.B. so aus, an der
Kreiselbaustelle Hamburger Straße / Berliner Straße die
Hauptverkehrsbeziehung von der Hamburger Straße in die Sossenheimer
Straße weitgehend für den Verkehr offen zu halten. Der Preis dafür wären
eine komplexere Planung, längere Bauzeit und höhere Kosten. Das wollten
weder Bürgermeister, noch Baudezernent, den Preis dafür zahlen nun die
Verkehrsteilnehmer in ganz Eschborn Süd.
Das und wie man den Verkehrsfluss durch eine Baustelle organisieren kann
zeigt die „Rappkreuzung“ hier gibt es einen Bypass und dadurch deutlich
weniger Verkehrsprobleme.
Nur am Rande sei erwähnt, dass in Eschborn Süd der überwiegende Teil des
Eschborner Gewerbesteueraufkommens erwirtschaftet wird. Hier die
Interessen der Unternehmen und der Anwohner der Hamburger, Bremer und
Lübecker Straße besser zu berücksichtigen wäre nur recht und billig
gewesen.

 

Bärbel Grade und Joachim Blomberg
Fraktionsvorsitzende und
Sprecher des Ortsverbands der
GRÜNEN in Eschborn

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren