Insektensterben

Seit 1989 beträgt der Insektenrückgang 75% = Drei von vier sind weg: Geht das so weiter, dann werden wir bis 2039 den aktuellen Insektenbestand erneut vierteln! Das wären dann nur noch 6% der Insekten, die noch 1989 unsere Umwelt bereichert haben. Seit 30 Jahren warnt auch das Umweltinstitut vor den negativen Folgen der intensiven Landwirtschaft. Immer weniger Insekten bedeuten auch immer weniger Vögel.

Drei Links dazu : http://www.bund-rvso.de/insektensterben-quellen-studien-ursachen.html
                  https://bienen.hessen.de/de/bienenfreundliche-gaerten.html

https://www.living-like-me.com/glyphosat-auswirkungen-auf-unseren-koerper/

 

Die Artenvielfalt ist akut bedroht. In Deutschland gehen die Bestände von Feld- und Wiesenvögeln, von Schmetterlingen, Wildbienen und anderen Insekten aber auch von Säugetieren wie dem Feldhamster immer stärker zurück. Das ist nicht nur für die Tiere selbst dramatisch, sondern auch für uns Menschen. Insekten übernehmen die Bestäubung von Blüten, aus denen sich unser Obst und Gemüse entwickelt. Vögel halten Schädlinge in Schach.

Es fehlt nicht an Erkenntnissen. Es fehlt an politischem Handeln, um das Artensterben zu stoppen.

Auch in Eschborn mussten und müssen wir hier viel Überzeugungsarbeit leisten und gegen Widerstände und Unverständnis ankämpfen. Eschborns Gründezernat ist deutlich anzumerken, dass es eben nicht mehr GRÜN ist. Beim Thema „Blühstreifen“ haben wir durch engagiertes und sachorientiertes Handeln das Maximum an Möglichem herausgeholt und dadurch einen mehrheitsfähigen Kompromiss gefunden. Gerne hätten wir mehr erreicht, gerne hätten wir unseren Ursprungsantrag umgesetzt und beschlossen, dass auf Wegrandflächen die sich im Eigentum der Stadt Eschborn befinden ab sofort ein vernetztes System an Blühstreifen und damit ein Lebensraum für bedrohte Arten entstehen könnte. Hierauf konnten sich die Mitglieder der Eschborner Regierungskooperation jedoch nicht verständigen, die Beharrungskräfte waren zu groß.

Der gefundene Kompromiss freut uns dennoch und wir bleiben weiter dran.

Der Ursprungsantrag lautete :  2017-11-29_280_Top4_Vorlage1

Der gefundene Kompromiss sieht nun so aus : 2018-02-01_280_Top4_Beschluss_oeff

Beschluss:
1. Der Magistrat wird beauftragt, ein Konzept zu erstellen und bis zur letzten Sitzung in 2018
in der Stadtverordnetenversammlung vorzustellen und – sofern dieses Jahr noch möglich –
die notwenigen Maßnahmen zu ergreifen, um in Eschborn – unter Beachtung der landwirtschaftlichen
Belange – Blühstreifen oder gleichartige Flächen zu schaffen, mit dem Ziel,
den Bienen, Insekten, Bodenbrütern und dem heimischen Wild Nahrung und Schutz zu
bieten.
Das Konzept sollte, aufbauend auf diesem Antrag, mit Vertretern aller Parteien schnellstmöglich
diskutiert werden, um einen gemeinsam formulierten Arbeitsauftrag an die Verwaltung
zu erarbeiten.
2. Der Magistrat wird beauftragt, die Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Fördermitteln
aus dem Hessischen Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen –
kurz HALM zu prüfen und die Stadtverordnetenversammlung über das Ergebnis dieser
Prüfung zu informieren.

Abstimmungsergebnis:
Ja-Stimmen :24 (SPD, FDP, FWE, Grüne, DIE LINKE, klartext)
Nein-Stimmen :10 (CDU, DIE BÜRGERLICHEN)