Pressemeldung : Fakten zum Thema RTW (Regionaltangente West)

Wir Grüne befürworten die RTW (Regionaltangente West)

Wir sind davon überzeugt, dass es für Eschborn viele gute Gründe gibt, sich für das Projekt stark zu machen und einzusetzen. In der Verantwortung für unsere Stadt müssen wir hier bei aller Begeisterung auch aus Gründen von Ökologie und Nachhaltigkeit mit Bedacht vorgehen, denn Eschborn ist von der RTW im Positiven wie im Negativen sehr stark betroffen. Das gilt für den Flächenverbrauch, die Anzahl der Stationen und die fehlende integrierte Planung für den Radverkehr (Stichwort RTWPlus).
Mit den Vorschlägen zur Umsetzung der RTW sind wir derzeit zunehmend unzufrieden. Die Interessen Eschborns werden vom Bürgermeister nur ungenügend vertreten und durch die RTW GmbH weitgehend ignoriert. Den einen interessieren nur Autos, die andere nur ihre Bahntrasse. Beides greift viel zu kurz. Unser Ziel ist eine gute und tragfähige Lösung für alle Verkehrsteilnehmer. Dafür brauchen wir eine integrierte Planung, denn was hier gebaut wird setzt Fakten für die nächsten fünfzig Jahre.
Bürgermeister Geiger ist seit Februar 2014 für den Straßenbau allein verantwortlich. Seine schwache Bilanz ist allein ihm und seiner Amtsführung zuzuschreiben. In fünf Jahren hat er es nicht geschafft die Abfahrt von der A66 in die Düsseldorfer Straße wesentlich voranzubringen geschweige denn zu bauen. Dabei sind Abfahrt und der damit verbundene Bebauungsplan 246 untrennbar mit der Planfeststellung der RTW verbunden.
Gute Lösungen werden nun mit der von der RTW GmbH geforderten Verlegung des Betriebswegs von Hessenmobil blockiert. Dem stellen wir uns entgegen! Nur weil die RTW-GmbH einen Betriebsweg an der im B-Plan 246 vorgesehenen Stelle kategorisch ablehnt, soll der Weg für Fußgänger und Fahrradfahrer zwischen Eschborn und Sossenheim nicht möglichst ebenerdig, sondern über einen Umweg über den RTW-Bahnsteig in luftiger Höhe verlaufen. Der Aufstieg zu diesem „Meisterwerk der Ingenieurskunst“ soll nach diesem Plan an der Frankfurter Straße beginnen. Unsere Zweifel an der Haltung des Bürgermeisters und seiner Beauftragten nährt auch der Umstand, dass der vorliegende Planungsentwurf von der Stadt Eschborn beauftragt wurde. Eine Gesamtplanung – Stichwort Masterplan – fehlt bislang oder wurde den Eschbornern noch nicht kommuniziert.
Die Grünen stellen folgende Anforderungen an ihre Zustimmung zur RTW:
– Fußgänger und Radfahrer müssen ihre Ziele bequem, sicher und ohne unnötige Steigungen und Umwege erreichen können.
– Der künftige S-Bahnhof Sossenheimer Straße braucht großzügige barrierefreie Zugänge; jeder der die Situation am S-Bahnhof Süd kennt, weiß wie notwendig das ist.
– RTWPlus muss verwirklicht werden und dabei muss machbar und nachvollziehbar nachgewiesen werden, wie der Fahrradweg über den S-Bahnhof Süd zum S-Bahnhof Sossenheimer Straße und über die Sossenheimer Straße geführt werden kann.
-Wir fordern ernsthafte Anstrengungen und alternative Konzepte zur Reduzierung des Flächenverbrauchs im Bereich der RTW-Betriebsstätte.
Diese Positionen werden wir nächste Woche bei den Verhandlungen, zu denen der Hessische Wirtschaftsminister ins Verkehrsministerium eingeladen hat, konstruktiv vertreten und hoffen dabei auf Unterstützung auch der übrigen Vertreter Eschborns aus Stadtverordnetenversammlung und Politik. Die Grünen werden auch darauf bestehen, dass man integrierte Planungen nicht nur in Sonntagsreden auf gut gemeinten Kongressen einfordert, sondern bei einem zukunftsweisenden Projekt wie der RTW auch umsetzt.


– Der künftige S-Bahnhof Sossenheimer Straße braucht großzügige barrierefreie Zugänge; jeder der die Situation am S-Bahnhof Süd kennt, weiß wie notwendig das ist.
– RTWPlus muss verwirklicht werden und dabei muss machbar und nachvollziehbar nachgewiesen werden, wie der Fahrradweg über den S-Bahnhof Süd zum S-Bahnhof Sossenheimer Straße und über die Sossenheimer Straße geführt werden kann.
-Wir fordern ernsthafte Anstrengungen und alternative Konzepte zur Reduzierung des Flächenverbrauchs im Bereich der RTW-Betriebsstätte.
Diese Positionen werden wir nächste Woche bei den Verhandlungen, zu denen der Hessische Wirtschaftsminister ins Verkehrsministerium eingeladen hat, konstruktiv vertreten und hoffen dabei auf Unterstützung auch der übrigen Vertreter Eschborns aus Stadtverordnetenversammlung und Politik. Die Grünen werden auch darauf bestehen, dass man integrierte Planungen nicht nur in Sonntagsreden auf gut gemeinten Kongressen einfordert, sondern bei einem zukunftsweisenden Projekt wie der RTW auch umsetzt.

Verwandte Artikel