Pressemeldung : Kein Bau von bezahlbaren Wohnungen im Ginsterweg

2017_05_09_PM_Ginsterweg

Kein Bau von bezahlbaren Wohnungen im Ginsterweg

Die regierende Kooperation aus SPD, FWE, FDP und Linken hat den Antrag
der GRÜNEN im Ginsterweg Sozialwohnungen zu bauen abgelehnt und sich
damit erneut vor der politischen Entscheidung für die Schaffung von
bezahlbarem Wohnraum gedrückt. Dabei steht bereits seit Dezember letzten
Jahres fest, dass der Standort für diesen sozialen Zweck bestens
geeignet ist.
Das Grundstück im Ginsterweg ist eines der ganz wenigen Grundstücke im
Eigentum der Stadt Eschborn, das sehr schnell, d.h. innerhalb von zwei
Jahren, mit ca. 10 bezahlbaren Wohnungen bebaut werden könnte.
Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Eschborn ist offenkundig. Allein
über 400 Haushalte suchen eine Sozialwohnung darüber hinaus fehlen viele
Wohnungen für Menschen mit mittlerem Einkommen. In dieser Einschätzung
sind sich fast alle einig.

Da sollte es eigentlich kein Problem sein, sich gemeinsam über die
Parteigrenzen hinweg für ein geeignetes Projekt einzusetzen.
Aber weit gefehlt, sobald es um eine konkrete Entscheidung geht, zeigt
es sich, dass die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen keine Priorität
für die Kooperation hat. „Wir sind vom Abstimmungsergebnis in der der
letzten Stadtverordnetenversammlung sehr enttäuscht, denn reine
Lippenbekenntnisse in Sonntagsreden schaffen keine einzige Wohnung, die
Menschen mit geringem Einkommen bezahlen können“, so die Vorsitzenden
der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN in Eschborn, Bärbel Grade und Joachim
Blomberg.
Stattdessen entstehen im Zuge der Nachverdichtung im Stadtkern von
Eschborn ca. 150 Wohnungen, die zu Quadratmeterpreisen von 4.500 bis
5.000 Euro zum Kauf angeboten werden oder für 12 bis 14 Euro zu mieten
sein werden. Preise, die sich viele Normalverdiener nicht leisten
können.

Nur die Stadt kann hier mit ihrer städtischen Wohnungsbaugesellschaft
GWE Abhilfe schaffen. Und dabei gilt: Jede neue bezahlbare Wohnung wird
benötigt.
Die GRÜNEN setzen sich seit Jahren für bezahlbare Wohnungen ein und
fordern – hier insbesondere SPD, FWE und Linke – auf ihre
Blockadehaltung endlich aufzugeben und zügig für bezahlbaren
Wohnungsraum zu sorgen.

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