Die zweite Welle brechen, Lockdown für Parteipolitik, Zusammenhalt statt Spaltung


Die zweite Welle brechen, Lockdown für Parteipolitik, Zusammenhalt statt Spaltung
Zum zweiten Mal in diesem Jahr erleben wir in unserem Land einschneidende Maßnahmen, aber auch dramatisch steigende Corona-Infektionszahlen in einer Kurve mit exponentiellem Wachstum. Dies verlangt und rechtfertigt ein entschiedenes und konsequentes
Gegensteuern. Die Maßnahmen sind notwendig und der Lage angemessen. Eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus mit einer Überlastung unseres Gesundheitssystems müssen unbedingt vermieden werden. Dafür braucht es jetzt einen solidarischen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, denn nur gemeinsam können wir diese Krise bewältigen. Indem wir unsere Kontakte beschränken, häufig Hände waschen, Maske tragen, Abstand halten, Innenräume gut und regelmäßig Lüften und uns solidarisch zeigen.
Notwendig ist auch ein Lockdown für wahlkampfgetriebene Parteipolitik und Schaufensteranträge. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sind für viele Menschen und Branchen einschneidend. Deshalb ist es richtig, wenn Bund, Land, Kreis und Kommunen gemeinsam begleitende und zielgerichtete Hilfen für diejenigen auf den Weg zu bringen, die besonders unter den Maßnahmen leiden oder dazu beitragen, dass uns Lieferungen erreichen, die Regale in den Geschäften voll bleiben und die dem Virus in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen direkt ausgesetzt sind. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Durch diese Krise kommen wir nur, wenn wir besonnen bleiben und uns solidarisch zeigen. Wir haben mit der Corona-Pandemie eine Ausnahmesituation. Die erfordert ein gut durchdachtes und aufeinander abgestimmtes Krisenmanagement, keine Parteiprofilierung.
Wichtig ist nun, dass Schulen und Kitas ebenso wie weite Teile der Wirtschaft weiterhin geöffnet bleiben können, Menschen in ihren Jobs bleiben und dass alles darangesetzt wird, um die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder signifikant zu senken. Hoffen wir, dass die Maßnahmen greifen und es bei diesen, vergleichsweise begrenzten, Einschränkungen bleiben kann.
Zusammenhalt und Solidarität sind jetzt das Gebot der Stunde. Wir können das Virus bekämpfen, wenn wir wie im Frühjahr zusammenstehen, Rücksicht aufeinander nehmen und uns gegenseitig helfen. Wir sollten allen eine klare Absage erteilen, die durch Falschinformationen, Lügen oder Verschwörungsideologie versuchen, unsere Gesellschaft zu spalten.

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