GRÜNE besuchen Eschborner Wald

Gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Stadtparlaments besuchte die Fraktion der Grünen am letzten Samstag den Eschborner Stadtwald. Dieser befindet sich oberhalb des Kronberger Waldschwimmbads und erstreckt sich auf einer Fläche von ca.120 Hektar. In dem Gebiet befinden sich insbesondere Laubhölzer wie Buche und Eiche. Geführt wurde der Waldbesuch von Martin Westenberger, Revierleiter der Revierförsterei Kronberg im Forstamt Königstein. Drei Hitzesommer in Folge und der Borkenkäfer haben ihre Spuren hinterlassen. 30% des Eschborner Stadtwaldes sind bereits zerstört. Insbesondere die Fichte ist betroffen. Damit ist der Eschborner Wald kein Einzelfall. Wie sich dem Waldzustandsbericht 2020 des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz entnehmen lässt, ist der Zustand der hessischen Wälder so schlecht wie nie zuvor. Auch die Buche -die prägende Baumart in Hessen- kommt vielerorts an ihre Belastungsgrenze. Die mittlere Kronenverlichtung aller Baumarten und Altersstufen erreicht einen neuen Höchstwert. Ein trauriger Rekord und ein besorgniserregender Zustand. Der Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume beziehungsweise seines Holzes. So ist er von großer ökologischer Bedeutung, indem er Wasser speichert und Sauerstoff produziert. Außerdem ist er ein extrem facettenreicher und vielseitiger Naturraum – zahllose Tiere und Pflanzen leben hier. Angefangen bei Insekten, die das Totholz als Lebensraum nutzen, bis hin zu größeren Säugetieren wie dem Wild.

„Vor dem Hintergrund der zunehmenden Zerstörung der Wälder sind wir froh, im Koalitionsvertrag mit unseren Koalitionspartnern besprochen zu haben, dass in einem ersten Schritt zunächst 30% des Eschborner Stadtwaldes aus der forstlichen Bewirtschaftung genommen werden sollen, um zum Naturwald werden zu können. Dies ist eine elementare Maßnahme, die maßgeblich zur Erholung des Eschborner Waldes beitragen wird“, so die Fraktionsvorsitzende, Bärbel Grade.

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