Pressemeldung zur konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung

Eschborns „Hinterzimmerkoalition“ formiert sich

Manchmal riecht man schon beim Betreten der Küche, was später auf den Tisch kommt.
Unter dem Tarnmäntelchen „Wechselnder Mehrheiten“ und mit fehlendem Mut zur offenen Koalition wird mit Reinhard Birkert (SPD) vom parlamentarischen Brauch abgewichen, dass die stärkste Fraktion auch die oder den Stadtverordnetenvorsteher stellt.
Wessen Wunsch wird hier entsprochen? Dem der Eschborner Wählerinnen und Wähler, die der CDU in Eschborn die meisten Stimmen gegeben haben? Wohl kaum, denn selbst wenn nun anderes behauptet wird konnten die Wählerinnen und Wähler nach parlamentarischem Brauch davon bisher davon ausgehen, dass die stärkste Fraktion auch die oder den Stadtverordnetenvorsteher stellt. Zudem erhielt Frau Rümann-Heller mit 2.986 Wählerstimmen über 300 Wählerstimmen mehr als der SPD Kandidat Birkert. War es der Wunsch des Bürgermeisters, der kritische Stimmen oder gar Rücktrittforderungen nicht hören möchte? Erklärt sich damit evtl. auch, warum die SPD einen Mann und nicht ihre „Frontfrau“ ins Rennen schickt? Fehlt ihr die Männerfreundschaft?
Oder wollte die SPD, die ihr angestrebtes Ziel in Eschborn einer „deutlichen Mehrheit“ zu gewinnen zwar verfehlt hat, sich nun über „Beziehungsarbeit“ doch den einen oder anderen Posten sichern?
Was ist wohl der Preis dieses „Deals“ und wer muss die Zeche zahlen?
Anders als Frau Rümann-Heller kann Herr Birkert bei uns auf keinen Vertrauensvorschuss hoffen. Eine sachliche Zusammenarbeit ist selbstverständlich und wir gratulieren im zu seiner Wahl. Ob er sich als Brückenbauer erweist oder spaltet werden wir genau beobachten.

Bärbel Grade und Joachim Blomberg
Fraktionsvorsitzende
BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Eschborn

 

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