Rede zu Vorlage: 2020/0431-a/stv-Antrag der SPD-Fraktion betreffend „Hans-Georg-Wehrheim-Halle‘

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,sehr geehrte Damen und Herren

ich habe Eschborns ehemaligen Bürgermeister, Ehrenbürgerund Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland,HansGeorg Wehrheim nie persönlich kennengelernt.

Am 21. März 2019 ist er im Alter von 89 Jahren verstorben.Unstrittig –auch über Parteigrenzen hinweg –ist,dass HansGeorg Wehrheim die Entwicklung unserer Stadt durch seinkluges, mutiges und stets am Gemeinwohl aller Menschen in dieser Stadt orientiertes Handeln maßgeblichund nachhaltiggeprägt hat.Gemeinwohl bezeichnet das Wohl–oder den gemeinsamen Nutzen –das aus sozialen Gründenmöglichstvielen Mitgliederneines Gemeinwesens zugutekommen soll.Das trifft auch auf eine Stadthalle zu. EschbornsderzeitigeStadthalle, deren Abriss beschlossene Sache ist,nunzum dauerhaften Andenken an ihren ehemaligen verdienten Bürgermeister und Ehrenbürger in Hans Georg Wehrheim Halleumzubenennen, lehnen wir ab.Unsere Zustimmung findet dermit dem vorliegenden Antrag zum Ausdruck gebrachte Vorschlag, Eschborns neuerStadthalle den NamenHans Georg Wehrheim Stadthallezu geben. DiePlanung und Organisation einer entsprechenden Feierstunde würden wir hierjedoch der Verwaltung überlassen, den Ältestenrat braucht es dafür nicht.Im Haupt-und Finanzausschuss sowie inVorgesprächen habenwir dies bereits deutlich gemacht und den Kolleginnen und Kollegen der SPD eine entsprechende Änderung ihres Antrags vorgeschlagen, da wir den Antrag in der vorliegenden Form nur ablehnen können. EinerStadthalle, die noch viele Jahre dem Wohl und Nutzen der Menschen in dieser Stadt dienen kannden Namen eines Mannes zu geben, der einenmaßgeblichen Beitrag zum Wohlstand dieser Eschborns geleistet hat, macht für uns Sinn. Diesen Namen einer Stadthalle zu geben,deren Abriss beschlossene Sache ist, wäre aus unserer Sicht keine angemessene Würdigung der Verdienste Hans Georg Wehrheims.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

(Bärbel Grade, es gilt das gesprochene Wort)

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